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Georg Bautler 1904 - 1943 Bearbeiten

Geboren 7.1.1904 in Cham (Oberpfalz)
Gestorben 9.9.1943 in Mauthausen

Biografie

Georg Bautler wurde am 7. Jänner 1904 in Cham geboren.[1] Später lebte der Ledige in München in der Schwanthalerstraße 48 und war als Kaufmann tätig.

Wahrscheinlich wurde der 32-Jährige bereits am 10. August 1936 unter dem Verdacht eines Verstoßes gegen §175 des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) von der Gestapo München verhaftet. Am 16. September 1936 gelangte er als „Schutzhäftling Homosexuell“ in das KZ Dachau und erhielt die Häftlingsnummer 18652.[2] Am 27. September 1939 transportierte man ihn weiter in das KZ Mauthausen, wo er die Nummer 130 erhielt. Im KZ Mauthausen starb er am 9. September 1943 im Alter von 39 Jahren angeblich an Herzversagen, tatsächlich aber doch wohl an den Strapazen der jahrelangen KZ-Haft und Zwangsarbeit und der Unterversorgung im KZ.

Rainer Hoffschildt

 

Rainer Hoffschildt wurde 1948 in Mecklenburg geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften und arbeitete bis zur Pensionierung als Berater in einer Sozialbehörde in Hannover. 1980 begann er mit der Errichtung des Schwullesbischen Archivs Hannover. Publikationen, u. a.: Olivia. Die bisher geheime Geschichte des Tabus Homosexualität und der Verfolgung der Homosexuellen in Hannover (1992).

 


[1] Yad Vashem Archiv, Jerusalem, Microfilm Project of Yad Vashem; International Tracing Service (ITS), Bad Arolsen; Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau; Archiv der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Wien. Ich danke Albert Knoll, KZ-Gedenkstätte Dachau, und Prof. Rüdiger Lautmann, Berlin, der im ITS in Bad Arolsen forschte, für zusätzliche Informationen.

[2] Abweichend davon fanden sich in Yad Vashem andere Zugangsdaten: 4. Juni 1938, Nr. 15.590; 3. August 1938, Nr. 18.341 und 21. September 1938, Nr. 18.652.

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