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Мина Харламович Клишанец / Mina Charlamowitsch Klischanez 1907 - 1942 Bearbeiten

Geboren 14.3.1907 in Kolodniza
Gestorben 24.10.1942 in Gusen

Biografie

 

Mein Urgroßvater mütterlicherseits, Mina Charlamowitsch Klischanez, wurde am 14. März 1907 im Russischen Reich im Dorf Kolodniza (heute im Krupskij-Bezirk der Region Minsk in Belarus gelegen) geboren und lebte dort mit seiner Familie.

Er war verheiratet, hatte zwei kleine Söhne (der zweitgeborene war mein Großvater) und eine Tochter. Er nahm am Sowjetisch-Finnischen Krieg teil und wurde zu Beginn des „Großen Vaterländischen Krieges“ erneut als Soldat einberufen; er diente im 355. Schützenregiment, aber bereits nach einem Monat geriet er in faschistische Gefangenschaft (bei Mogilew, nach anderen Angaben bei Gomel). 

Von dort aus wurde er nach Deutschland abtransportiert und kam im Oktober 1941 ins KZ Flossenbürg, wo er höchstwahrscheinlich in einem Steinbruch arbeitete. Im September 1942 wurde er ins KZ Mauthausen überstellt, in dem er am 24. Oktober 1942 verstarb (nach Angaben in seiner Personalkarte an einem Herzinfarkt).

Vor dem Krieg war er Bauer und ein ausgezeichneter Schneider; in seinem weißrussischen Dorf trug er den Spitznamen „Jäckchen“, weil er besonders gut Jacken nähte. Außerdem spielten er und sein großer Bruder gut Ziehharmonika. Seine Frau Marfa glaubte bis zum Ende ihrer Tage nicht an den Tod ihres Mannes, und die ohne Vater gebliebenen Kinder hofften, etwas über sein Schicksal zu erfahren. Über seinen Sterbeort erfuhren wir erst Ende 2014, sein ältester Sohn und seine Ehefrau erlebten diesen Moment leider nicht mehr. 

Olga Stoljarowa

Olga Stoljarowa ist die Urenkelin von Mina Charlamowitsch Klischanez

 

Aus dem Russischen von Tatiana Szekely

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